| Prof. Alberto de Campo Professor für Musikinformatik alberto.decampo musikundmedien.net
Alberto de Campo, Jahrgang 1964, studierte an der Musikhochschule Graz zuerst Toningenieur, und später Komposition bei Andrzej Dobrowolski und Beat Furrer, sowie am Bruckner Konservatorium Linz Jazz-Gitarre bei Peter O'Mara und Adelhard Roidinger. Nach einem einjährigen Aufenthalt als Gastforscher am Center for Research in Electronic Art and Technology CREATE (UC Santa Barbara, USA) fungierte er dort als Research Director. Er arbeitete u.a. mit Curtis Roads an Instrumenten für experimentelle Syntheseverfahren, und verfasste das offizielle Tutorial für die Musik/Audio-Programmierumgebung SuperCollider (damals in Version SC2). Von 1999 bis 2007 hat de Campo am Institut für Elektronische Musik (IEM) an der Kunstuniversität Graz das Fach Praktikum der Elektronischen Musik für KomponistInnen unterrichtet; seit 1999 wird er eingeladen, Workshops und Master Classes an internationalen Zentren für Computermusik zu halten, u.a. am CNMAT in Berkeley, am Institut für Sonologie in Den Haag, und am Central Conservatory Beijing. Von 2001 bis 2004 war Alberto de Campo künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter für mediale Komposition an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Er hat Projekte mit Stephanie Thiersch (experimentelles Tanztheater), Bill Fontana (Klanginstallationen), und Andres Bosshard (Komplexe Soundsysteme für Installationen und Live-Performance; SonoAviatik, ImaginAirports) realisiert. Langfristige Zusammenarbeiten haben sich in dieser Zeit ergeben mit earweego, mit der Band powerbooks_unplugged, mit Matthias Mainz und realtime research, und anderen. Im Wintersemester 2004/5 hatte er die Edgard Varèse-Gastprofessur für Elektronische Musik an der TU Berlin inne. Von 2005 bis 2007 leitete de Campo das Forschungsprojekt SonEnvir, das mit einem interdisziplinären Team die Anwendbarkeit der Sonifikation von Daten für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen experimentell untersuchte. In diesem Projekt verfasste er zusammen mit dem Team zahlreiche Publikationen, und organisierte ein Konzert mit Sonifikationen von sozialen Daten für die ICAD 2006 Konferenz in London (Global Music - The world by ear). 2007 berief die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf ihn als Professor für Musikinformatik an das Institut Fuer Musik Und Medien. Seine Forschungsinteressen umfassen u.a. algorithmische Verfahren in der Kunst, interaktive Programmierung (Just in Time Programming) für künstlerische Kontexte, und Improvisation mit Instrumentalisten und live-electronics. |