19.Juni 2008 17Uhr
IMM Studio A 2.24
Matthias Weiß über Videoclips und Visual Music
Gut 25 Jahre nach dem Sendestart von MTV wird der Videoclip immer wieder tot gesagt – höchste Zeit, sich ein paar grundlegende Gedanken zu seiner Herkunft, seinem Zweck und seiner spezifischen Ästhetik zu machen. Der Kunsthistoriker und Theaterwissenschaftler Matthias Weiß hat seine Dissertation über Zitatverfahren in den Musikvideos von Madonna geschrieben. Im Rahmen seines Vortrags wird er erläutern, wie sich Videoclips von anderen Formen visualisierter Musik unterscheiden und warum der Versuch einer solchen Unterscheidung angesichts neuerer und neuster Entwicklungen zum Scheitern verurteilt ist. Dies veranschaulicht er mithilfe zahlreicher Beispiele, u. a. von Run DMC, Missy Elliott und den Red Hot Chili Peppers.
Matthias Weiß studierte Architektur an der Technischen Universität München sowie Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Technischen und der Freien Universität Berlin. Seit Januar 2002 ist er Mitglied des Graduiertenkollegs "Bild – Körper – Medium. Eine anthropologische Perspektive" an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2002 bis 2004 war er Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung Düsseldorf. 2004 promovierte er an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation zum Thema "Formen und Funktionen der Rekursivität im Videoclip am Beispiel der Musikvideos von Madonna". Seit Juni 2005 ist Matthias Weiß wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen" an der Freien Universität Berlin. Seine Doktorarbeit ist 2007 unter dem Titel "Madonna revidiert. Rekursivität im Videoclip" im Dietrich Reimer Verlag erschienen.

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