25. Oktober 2007
Philipp Hoppe über die Zukunft des "fernsehens"
Lange war das Thema Digitalisierung bei den beteiligten Unternehmen eher Anlass strategischer Überlegungen als konkreter Schritte und wirkte in der öffentlichen Diskussion meist abstrakt. Inzwischen sind die Umbrüche in der deutschen Medienlandschaft erkennbar.
Kabelgesellschaften und private Senderfamilien RTL und ProSiebenSAT.1 einigen sich über die digitale Verbreitung der reich-
weitenstärksten Programme. Satellitenbetreiber Astra kündigt Verschlüsselung der privaten Programme an. Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga gehen an die Kabelnetzgesellschaften Unity Media und Deutsche Telekom. TV- und Telefonkabelnetzbetreiber treten in Wettbewerb um Triple-Play-Angebote. Digitale Festplatten-
Rekorder ermöglichen programmplanunabhängiges Fernsehen und Überspringen der Werbeblöcke. Werbeeinnahmen der privaten Fernsehveranstalter stagnieren während die Werbeeinnahmen im Internet sprunghaft ansteigen. Google wird zum größten Online-
Werbevermarkter und kauft das Community-Video-Portal YouTube für 1,65 Mrd. $. Neue Nutzungsformen im Web 2.0 machen dem herkömm-
lichen Fernsehen Konkurrenz im Kampf um die knappste Ressource: das Zeitbudget der Nutzer.
Philipp Hoppe ist Projektmanager bei RTL Interactive im Bereich Innovation & Produktion und beschäftigt sich mit den Entwicklungen von non-lineraen und interaktiven Netzen sowie deren Auswirkungen auf die Gestaltung von Inhalten und deren Vermarktungsmechanismen. Sein Vortrag gibt einen Überblick über die Veränderungen im Medien-
markt, die die Interaktivität und Non-Linearität der Fernsehübertragung mit sich bringen und erklärt die Abhängigkeiten von Netzen und Inhalten.

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